Naumburg und Nebra
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Häufige Veränderung als Konstante?

VERWALTUNGSSTRUKTUR: Fusionen und Neugründungen haben Kleinteiligkeit abgelöst

QUELLE: BURGENLANDKRE Gebietsreform Burgenlandkreis IS

5.07.2022

Mit der Kreisgebietsreform von 2007 hat sich die Flächengröße des Burgenlandkreises um 36 Prozent vergrößert, und zwar von ursprünglich 1041 Quadratkilometer auf 1414 Quadratkilometer.

Bei der Bevölkerungsentwicklung war die Zunahme dagegen deutlich größer. Die Zahl der Einwohner wuchs mit der Fusion um etwa 55 Prozent an. Zu den 131750 Einwohnern des alten Burgenlandkreises, die laut Wikipedia Ende 2006 gezählt wurden, kamen am 1. Juli 2007 73074 Einwohner des Landkreises Weißenfels hinzu. Die Bevölkerung vergrößerte sich also - unter Vernachlässigung der zeitlichen Differenz der erfassten Daten - auf rund 204800 Einwohner zum damaligen Zeitpunkt. Heute leben laut Wikipedia 176333 Menschen im Burgenlandkreis, gezählt am 31. Dezember 2021.

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Schon im früheren Burgenlandkreis gab es viele Gebietsänderungen in der Verwaltungsstruktur. Laut Wikipedia bestanden von den ursprünglich elf Verwaltungsgemeinschaften bei der Auflösung des Landkreises noch fünf Verwaltungsgemeinschaften. In der gleichen Zeit verringerte sich die Anzahl der Gemeinden von 99 auf 87.

Eine ähnliche Entwicklung ist auch seit 2007 zu beobachten. Viele Gemeinden wurden aufgelöst und fanden sich in Neugründungen wieder, wie zum Beispiel die Orte Bucha, Memleben und Wohlmirstedt. Sie gingen am 1. Juli 2009 in der neuen Gemeinde Kaiserpfalz auf. Andere Gemeinden wurden aufgelöst und Nachbarorten angegliedert, zum Beispiel die Gemeinde Röcken. Sie ist seit 2009 ein Ortsteil der Stadt Lützen.

Heute umfasst der Burgenlandkreis fünf Städte, das sind neben der Kreisstadt Naumburg (32155 Einwohner) Hohenmölsen (9611 Einwohner), Lützen (8523 Einwohner), Teuchern (8086 Einwohner), Weißenfels (40192 Einwohner) und Zeitz (27601 Einwohner). Die Zahlen der Landkreisverwaltung beziehen sich auf den Stand vom 31. Dezember 2019.

Die ländlichen Regionen des Landkreises gliedern sich in die Gemeinde Elsteraue (8108 Einwohner) und die vier Verbandsgemeinden An der Finne (11521 Einwohner), Droyßiger-Zeitzer Forst (8775 Einwohner), Unstruttal (15234 Einwohner) sowie Wethautal (9040 Einwohner).

Innerhalb der Verbandsgemeinden, die sich insbesondere im Burgenlandkreis aus fünf bis sieben Mitgliedsgemeinden zusammensetzen, gibt es auch mehrere Städte. So zum Beispiel Bad Bibra, Eckartsberga, Laucha an der Unstrut, Nebra (Unstrut) und Osterfeld. Deren Einwohnerzahl liegt im Durchschnitt bei 2000 bis 3000. Davon abweichend zählt Freyburg (Unstrut), die größte Stadt innerhalb der Verbandsgemeinden, über 4500 Einwohner. Stößen, die kleinste Stadt in diesen Verwaltungsverbunden, bringt es gerade mal auf reichlich 900 Einwohner.