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Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr im Minus

Konjunktur: Sachsen-Anhalt hinkt hinterher

In Sachsen-Anhalt ging die Stromeinspeisung der Netzbetreiber aus Windkraft um 31,1 % zurück. FOTO: BOKE9A/PIXABAY

13.10.2021

Das Bruttoinlandsprodukt, der Wert aller hergestellten Waren und Dienstleistungen, ging im 1. Halbjahr 2021 preisbereinigt um 0,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück, wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt.

In Deutschland wuchs das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 2,9 % und im Durchschnitt Ostdeutschlands ohne Berlin um 2,3 %. Die Veränderungsraten des Bruttoinlandsproduktes der Bundesländer reichten von -0,4 % bis +5,5 %. Insbesondere jene Bundesländer, die im 1. Halbjahr 2020 besonders große Rückgänge hatten, verzeichneten hohe Wachstumsraten bei der Entwicklung des Bruttoinlandproduktes.

Saale Mühle + Dresdener Mühle

Ursachen für die rückläufige Entwicklung des Bruttoinlandproduktes Sachsen-Anhalts im 1. Halbjahr 2021 waren vor allem das Gastgewerbe und die Energieversorgung. Im Gastgewerbe reduzierten sich die Umsätze um rund 1/3 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Wirtschaftsbereich Energieversorgung war vom Rückgang des Windstromes im 1. Halbjahr 2021 betroffen, hier ging die Stromeinspeisung der Netzbetreiber aus Windkraft in Sachsen-Anhalt um 31,1 % zurück. Aber auch das Verarbeitende Gewerbe lag trotz positiver Umsatzentwicklung von 6,7 % unter der bundesdurchschnittlichen Entwicklung von 14,7 %.

Nominal wurde für Sachsen-Anhalt eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von 1,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausgewiesen. Deutschland sowie Ostdeutschland ohne Berlin verzeichneten Zuwächse von 4,4 bzw. 3,8 %. Statistisches Landesamt

Sachsen-Anhalt sucht über 900 neue Lehrkräfte

Ausschreibung: Für das kommende Schuljahr

In Vorbereitung auf das kommende Schuljahr hat das Land Sachsen-Anhalt eine weitere umfangreiche Ausschreibungsrunde zur Einstellung von Lehrkräften gestartet.

Dazu sind insgesamt 905 Stellen ausgeschrieben worden. „Auch in der neuen Legislatur bleibt der Fachkräftemangel bei den Lehrkräften die entscheidende Herausforderung. Mit einer erneuten Ausschreibung im dreistelligen Bereich werden wir neue Lehrkräfte gewinnen und so dem Lehrkräftemangel entgegenwirken. Wir werden weiterhin mit Hochdruck daran arbeiten, freie Stellen zu besetzen“, erklärte Bildungsministerin Eva Feußner.

Das Land wird bei den Ausschreibungen dauerhaft zusätzlich von Personalberatungsagenturen unterstützt, die gezielt nach Lehrkräften aus dem Ausland und Seiteneinsteigerinnen und -einsteigern zur Einstellung in den Schuldienst des Landes suchen.

Unter den ausgeschriebenen Stellen befinden sich 122 Stellen, für die eine Zulage gezahlt werden kann, weil sie schwer besetzbar sind. Des Weiteren sind 32 Stellen regional ausgeschrieben.

Die Bewerbungsfrist endet am 7. Oktober 2021. Um sich als Lehrkraft zu bewerben, ist ausschließlich das Online-Portal für die Einstellung als Lehrkraft (matorix) zu nutzen. Ministerium für Bildung