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Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr im Minus

Konjunktur: Sachsen-Anhalt hinkt hinterher

In Sachsen-Anhalt ging die Stromeinspeisung der Netzbetreiber aus Windkraft um 31,1 % zurück. FOTO: BOKE9A/PIXABAY

12.10.2021

Das Bruttoinlandsprodukt, der Wert aller hergestellten Waren und Dienstleistungen, ging im 1. Halbjahr 2021 preisbereinigt um 0,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück, wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt.

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In Deutschland wuchs das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 2,9 % und im Durchschnitt Ostdeutschlands ohne Berlin um 2,3 %. Die Veränderungsraten des Bruttoinlandsproduktes der Bundesländer reichten von -0,4 % bis +5,5 %. Insbesondere jene Bundesländer, die im 1. Halbjahr 2020 besonders große Rückgänge hatten, verzeichneten hohe Wachstumsraten bei der Entwicklung des Bruttoinlandproduktes.

Ursachen für die rückläufige Entwicklung des Bruttoinlandproduktes Sachsen-Anhalts im 1. Halbjahr 2021 waren vor allem das Gastgewerbe und die Energieversorgung. Im Gastgewerbe reduzierten sich die Umsätze um rund 1/3 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Wirtschaftsbereich Energieversorgung war vom Rückgang des Windstromes im 1. Halbjahr 2021 betroffen, hier ging die Stromeinspeisung der Netzbetreiber aus Windkraft in Sachsen-Anhalt um 31,1 % zurück. Aber auch das Verarbeitende Gewerbe lag trotz positiver Umsatzentwicklung von 6,7 % unter der bundesdurchschnittlichen Entwicklung von 14,7 %.

Nominal wurde für Sachsen-Anhalt eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von 1,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausgewiesen. Deutschland sowie Ostdeutschland ohne Berlin verzeichneten Zuwächse von 4,4 bzw. 3,8 %. Statistisches Landesamt