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Urlaub mit dem Wohnmobil: Das sollten Camper beachten

CARAVAN: Wer zum ersten Mal mit dem Haus auf Rädern unterwegs ist, sollte im Vorfeld einige rechtliche Dinge beachten, damit der Urlaub aber auch erholsam wird.

Urlaub mit dem Wohnmobil: Das sollten Camper beachten

Heute hier, morgen dort - und wo es schön ist, bleibt man einfach. in flexibler Urlaub mit möglichst vielen Freiheiten ist nicht erst seit der Corona-Pandemie beliebt. Das Interesse an den Ferien im rollenden Zuhause steigt zunehmend. FOTO: IMAGO/PANTHERMEDIA

Urlaub mit dem Wohnmobil ist der Reisetrend schlechthin geworden. Damit der Urlaub aber auch erholsam wird und unvorhergesehene Überraschungen vermieden werden, gibt es gerade für Anfänger beim Camping ein paar rechtliche Dinge, die man vor Reiseantritt wissen sollte. Welche das sind, weiß Frank Preidel von der Rechtsanwaltskanzlei Preidel.Burmester. Ganz grundsätzlich gilt: Allein aus Sicherheitsgründen sollten Fahrer eines Wohnmobils unbedingt auf das vorgeschriebene Tempolimit achten. „Wer außerorts mit einem Wohnmobil von über 3,5 Tonnen 16 bis 20 km/h zu schnell fährt, büßt schnell mit 160 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg“, sagte Preidel.

Wohnmobile bis zu 3,5 Tonnen müssen die gleichen Tempolimits einhalten wie jeder Pkw. Zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen allerdings gelten andere Regeln. Dann dürfen Wohnmobile auf Autobahnen sowie Kraftfahrstraßen die 100 km/h nicht überschreiten. Fahrer von Wohnmobilen über 7,5 Tonnen drücken besser noch mehr auf die Bremse. Sie dürfen außerhalb geschlossener Ortschaften höchstens 60 km/h und auf Autobahnen höchstens 80 km/h schnell unterwegs sein. 

Übrigens: Auch fürs Überladen des Wohnmobils bis 7,5 Tonnen drohen hohe Bußgelder. Die Bußgeldhöhe ist dabei nach der Höhe der Überladung gestaffelt. „Wer in Deutschland mit beispielsweise über 30 Prozent Überladung erwischt wird, muss mit bis zu 235 Euro und einem Punkt rechnen“, so der Rechtsexperte.

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Auch wenn viel hineinpasst: Das zulässige Gesamtgewicht des Campers darf nicht überschritten werden. FOTO: DJD

Ist der Campingplatz trotz vorheriger Reservierung vollkommen ausgebucht und alle Stellplätze sind belegt, sollte man einfach zum nächsten Campingplatz fahren. Hat man allerdings schon im Vorfeld eine Anzahlung getätigt, hat man Anspruch auf die Rückzahlung. Wer bei vollen Campingplätzen darüber nachdenkt, sein Wohnmobil auf einem beliebigen Parkplatz oder auf einer Grünfläche abzustellen und dort zu übernachten, sollte dringend ein paar Dinge beachten.

Das sogenannte Wildcamping ist nicht in allen europäischen Ländern erlaubt. „Es ist in Deutschland sowie in einigen anderen Staaten streng verboten, außerhalb der erlaubten Flächen zu übernachten. Wer dabei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen“, sagt Preidel. „In einem Landschaftsoder Naturschutzgebiet kann das bis zu 2.500 Euro teuer werden.“

Das einmalige Schlafen zur „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ ist jedoch in der Regel bis zu zehn Stunden zulässig, wenn der Abstellplatz nahe der geplanten Strecke liegt. „Hier muss man streng zwischen Parken zum Übernachten und dem Campen unterschieden. Wer sich also auf einem Parkplatz häuslich einrichtet, kann wohl kaum mehr von einer einmaligen Übernachtung überzeugen“, so der Rechtsexperte.

Selbst zum Parken dürfen Camper ihr Wohnmobil nicht überall abstellen. Hierbei spielen sowohl die Maße als auch das Gewicht des Fahrzeugs eine Rolle. Ist das Parken auf dem Bürgersteig grundsätzlich erlaubt, gilt fürs Wohnmobil eine Gewichtsgrenze von 2,8 Tonnen.

Auch auf Campingplätzen gibt es Regeln, an die man sich halten sollte, wenn man Zoff mit den Nachbarn vermeiden möchte. Das fängt schon bei der Ankunft an: „Das Wohnmobil darf nur in den vorgesehenen Parzellen abgestellt werden. Diese werden den Campern individuell zugewiesen und sind meist auch gut ausgeschildert“, erklärt der Rechtsanwalt. Wer sein Haustier mitbringen möchte, sollte sich vorab erkundigen, ob das erlaubt ist. Auch Grillen oder Feuermachen ist nicht auf jedem Campingplatz erlaubt. Oft gibt es hierfür gekennzeichnete Feuerstellen. „Grundsätzlich sollte man sich vor dem Campingurlaub schon mit der Platzordnung befassen, um unnötigen Stress zu vermeiden, noch bevor der Urlaub richtig angefangen hat.“ GLP