Eisleben
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Auf den Spuren von Robin Hood: 3D-Bogenturnier des Schützenvereins Sylda

Schützenverein Sylda 1819: Seit 2015 wird auch mit Pfeil und Bogen geschossen.

Parcoursplaner Ulrich Gabrys (r.) und der Vereinsvorsitzende Mario Schmidt präsentieren die 3-D-Schneeeulen-Attrappe, mit der in Sylda alles seinen Anfang nahm.

25.08.2021

In Sylda gibt es eine Sportart, die sich zum Familiensport etabliert hat. Das Bogenschießen. „Gefühlt ist fast jeder Syldaer im Schützenverein“, meint Ulrich Gabrys lächelnd. Der Hettstedter ist zwar selbst nicht Mitglied in Sylda, fertigt aber als erfahrener Pfeilbauer individuelle Carbonpfeile für die knapp fünfzig Schützen an und unterstützt somit den jungen Verein mit seinem versierten Wissen.

Aber zum Anfang. Als der heutige Vorsitzende des Schützenvereins Sylda und Leiter der Bogenschützen, Mario Schmidt mit seiner Frau Bianca und dessen Sohn Robin 2008 im Urlaub waren, kamen sie mit dieser Sportart erstmals in Kontakt. „Wir waren alle sofort begeistert“, so der Vereinschef rückblickend und dann kam es, wie es kommen musste, die Faszination des 3-D-Bogenschießens blieb und es gründete sich vor sieben Jahren eine neue Sparte, die dem 1819 gegründeten hiesigen Schützenverein angegliedert wurde.

Und wie vielfältig diese Sportart ist, zeigte sich beim Training auf dem Schießplatz in Sylda, denn dort bereiten sich die Schützen gerade auf ihr 5. 3-D-Turnier am 11. September vor. Die Anmeldung dafür – erklärt Ulrich Schubert, stellvertretender Vorsitzender, selbst im Verein aktiv und für den Wettkampf-Parcours zuständig – ist am 11. September ab 8 Uhr auf dem Areal des Schützenvereins möglich. Gleichzeitig ist dies auch der Start für die sechs Kilometer lange Runde mit 32 Zielen. Die Ziele unterscheiden sich vom üblichen Schießen auf Zielscheiben, denn sie variieren in Form, Größe, Distanz und sind plastisch dargestellt. So zum Beispiel wird auf Rehe, Hirsche, Wildschweine, Hasen, Vögel oder Füchse gezielt, die lebensgroß sind. Um solche Turniere durchführen zu können, hat der Verein mehrere tausend Euro investiert, denn die lebensechten Hart-Schaumstofftiere sind sehr kostenintensiv und um möglichst viele unterschiedliche Ziele zu haben, bedarf es eines großen Fundus. Aber es gilt nicht einfach nur das reine Anvisieren, nein, „man sollte auch den Kill-Punkt treffen“, erklärt Ulrich Schubert, denn der 3-D-Wettkampf ist an die Jagd angelehnt und dort sollte das Ziel mit nur einem Treffer erlegt werden.

Gewissermaßen auf den Spuren Robin Hoods sind die Bogenschützen des Vereins unterwegs. FOTOS: KATHRIN LABITZKE
Gewissermaßen auf den Spuren Robin Hoods sind die Bogenschützen des Vereins unterwegs. FOTOS: KATHRIN LABITZKE

Der Syldaer selbst ist seit fünf Jahren dabei und hat sich auf den Jagdbogen spezialisiert. Doch so verschieden die Schützen auch sind, so verschieden sind auch die Bögen, mit denen die einzelnen Mitglieder schießen. Aber auch bei dieser Sportart, wo die Pfeile Geschwindigkeiten bis zu 300 Stundenkilometer erreichen können, gilt Safty first beziehungsweise, dass sie Sicherheit an erster Stelle steht.

Doch ob Compound-Bogen, Recurvebogen (das sind jene, die man von den Olympischen Spielen her kennt) oder Jagdbogen – „jede dieser Arten ist natürlich zum Wettkampf zugelassen“, erklärt Schubert die technischen Voraussetzungen. Und doch, ergänzt der Vereinsvorsitzende, zählt dieses Turnier als sportlicher Wettkampf für die ganze Familie und zählt eher unter die Kategorie „Spaß haben, bewegen und Gleichgesinnte treffen“. „Aber vielleicht gibt es ja auch Überraschungen auf der Strecke“, lässt Mario Schmidt mit einem Augenzwinkern offen und verrät nicht, mit welchen Zielen die Teilnehmer (immerhin 160 haben sich bisher angemeldet) rechnen können.

Die Turnierrunde jedenfalls ist nicht zuletzt auch bestens für den Nachwuchs geeignet und führt an landschaftlich schönen Plätzen rund um Sylda vorbei. So gibt es beispielsweise eine Verpflegungsstation auf dem Arnstein und zum Ende des fünfstündigen Wettkampfes treffen sich die Schützen am Vereinshaus, wo sie den spannenden Tag gemütlich ausklingen lassen wollen. KATHRIN LABITZKE


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Philosophie des Boxclubs Sangerhausen

Das Training im Boxclub soll laut Vereinswebsite nicht nur Sport schlechthin sein und auch nichts für Supermänner die damit lediglich Eindruck schinden wollen. Neben der Steigerung von Fitness und Kondition sollen besonders Kinder und Jugendliche beim Boxtraining lernen, sich ihrer körperlichen Kräfte bewusst zu werden und diese zu beherrschen.

Das heißt im Verständnis des Boxclubs auch, Gewalt in jeder nur denkbaren Form selbstbewusst zu entgegnen, humanistische Werte zu pflegen sowie über rassistischen und politischen Vorurteilen zu stehen.

Der Verein hat sich in seiner Arbeit das Ziel gesetzt, jungen Menschen, egal welcher Herkunft, mit einer ausgewogenen Kombination aus Training und sozialer Arbeit, Anbindung an die Gesellschaft zu ermöglichen und ihnen Halt und Selbstbewusstsein zu geben.

Kameradschaft, Disziplin, Leistungsbereitschaft, Fainess und gegenseitige Hilfe sind wesentliche Elemente des Vereinslebens.

Außerdem möchte er Perspektive für seine Migranten eröffnen, die Ihnen die Integration in der hiesigen Gesellschaft erleichtern.

QUELLE: WWW.BOXCLUB-SGH.DE