Sangerhausen
Anzeige
Sanierung mit Plan

Eigenheim: Klimaschutz-Sofortprogramm verspricht höhere Förderungen und Steuerentlastungen

Die energetische Altbausanierung 2022 wird durch neue Fördermöglichkeiten noch attraktiver. DJD/BAUHERREN-SCHUTZBUND E.V.

1.12.2021

Das Klimaschutz-Sofortprogramm stellt Hausbesitzern 2022 höhere Förderungen für klimafreundliche Modernisierungen in Aussicht. Wer sich jetzt mit dem Thema befasst, sollte dennoch nicht vorschnell handeln. Zum einen gibt es Zuschüsse, Kredite oder Steuerentlastungen und es muss im Einzelfall geprüft werden, welche Förderart am vorteilhaftesten ist. Zum anderen müssen auch bestimmte Vorgaben eingehalten werden. „Wer größere Arbeiten am Dach, an der Fassade oder an der Heizungsanlage plant, muss die Regelungen aus dem Gebäudeenergiegesetz im Blick haben“, sagt Erik Stange, Pressesprecher des Bauherren-Schutzbunds (BSB).

Als Grundregel legt das Gesetz fest: Wer mehr als 10 Prozent der Außenwände, der Fenster, des Dachs oder der Decken erneuert oder energetisch saniert, muss die aktuell geltenden Wärmeschutzanforderungen erfüllen. Auch beim Austausch des Heizkessels ist ein energieeffizientes Modell auszuwählen. Ölheizungen dürfen nur noch bis 2026 verbaut werden, für nicht erneuerbare Energien laufen die Förderungen in naher Zukunft aus.

Viele Hauseigentümer finden sich im Dschungel aus gesetzlichen Regelungen und Fördermöglichkeiten nicht leicht zurecht, hat Verbraucherschützer Stange beobachtet. Er rät daher, Modernisierungen bereits von der Planungsphase an von einem Sachverständigen, zum Beispiel einem unabhängigen BSB-Bauherrenberater, begleiten zu lassen. Unter www.bsb-ev.de gibt es dazu weitere aktuelle Infos und Adressen in ganz Deutschland.

Im Rahmen eines Modernisierungs-Checks kann der Bausachverständige zunächst das Haus genau unter die Lupe nehmen und feststellen, wo Modernisierungsbedarf besteht. Auf dieser Basis kann eine Planung erfolgen. Wenn der Hauseigentümer nicht alle sinnvollen und wünschenswerten Maßnahmen auf einmal finanzieren kann oder will, kann der Berater Prioritäten und einen stufenweisen Sanierungsplan vorschlagen.

Auch bei der Auswahl der passenden Förderungen oder dem Vergleich von Handwerkerangeboten bekommen die Eigentümer Hilfe und Rat.

Der Bauherrenberater kann die Hausbesitzer auch während der Modernisierungsphase begleiten. djd