Dessau-Roßlau
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Herausforderung Pflege bewältigen

TIPP: AOK Sachsen-Anhalt bietet zahlreiche Hilfen für Pflegende

Für bis zu sechs Wochen im Jahr übernimmt die Verhinderungspflege die Kosten, z.B. auch für eine private Ersatzpflegeperson aus dem Verwandtschafts- oder Bekanntenkreis. FOTO: AOK

16.05.2022

Pflegt man einen Angehörigen selbst, geht das nicht selten an die Substanz. Die AOK Sachsen-Anhalt bietet zahlreiche Hilfen an, um Pflegende zu unterstützen. 

Finanzielle Hilfe für plötzlich nötige Pflege: Wenn nahe Angehörige kurzfristig Pflege organisieren müssen und dafür von der Arbeit eine Freistellung nötig ist, hilft das Pflegeunterstützungsgeld. Die Pflegekasse übernimmt 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgeltes (abzüglich Einmalzahlungen und Sozialbeiträge). Die Anspruchsdauer wurde bis zum 30. Juni 2022 von 10 auf 20 Tage verlängert.

Entlastung durch Unterstützung im Alltag: Hilfen bieten die vom Land Sachsen-Anhalt anerkannten Betreuungsangebote zur Unterstützung im Alltag. Eine Übersicht gibt es unter www.pflege.sachsen-anhalt.de. Finanziert werden sie mit dem monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro, den jeder Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad in Anspruch nehmen kann.

Überbrückung von Versorgungsengpässen: Dafür können Versicherte mit Pflegegrad 1 den monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro bis zum 30. Juni 2022 flexibel verwenden: für körperbezogene Pflegemaßnahmen, pflegerische Betreuungsmaßnahmen sowie für Hilfe bei der Haushaltsführung. Sie können dabei professionell unterstützt werden z. B. durch Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden oder auch von nicht mit im Haushalt lebenden Angehörigen, Freunden oder Nachbarn.

Wenn die Pflegeperson ausfällt: Da hilft die Verhinderungspflege. Für bis zu sechs Wochen im Jahr übernimmt sie die Kosten für z. B. eine private Ersatzpflegeperson aus dem Verwandtschafts- oder Bekanntenkreis bis zu einem Betrag von 1.612 Euro.

Kostenfreie Pflegeberatung: Versicherten und Angehörigen stehen in Sachsen-Anhalt über 140 speziell qualifizierte AOK-Pflegeberaterinnen und -berater zur Seite. Sie können telefonisch über die kostenlose Pflege-Hotline 0800 226 5725, vor Ort in einem Kundencenter (mit Termin) oder per E-Mail kontaktiert werden.