Sangerhausen

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Tiergestützte Therapie mit Hunden: Ergotherapie in Sangerhausen

ERGOTHERAPIE SANGERHAUSEN: 15-jähriges Jubiläum

Hündin Emma ist seit diesem Jahr in Ausbildung. FOTO: PHYSIOTHERAPIE
Hündin Emma ist seit diesem Jahr in Ausbildung. FOTO: PHYSIOTHERAPIE
Die tiergestützte Therapie gewinnt in Deutschland immer mehr an Popularität. „In den USA und der Schweiz werden mit dieser Methode bereits seit längerer Zeit erstaunliche Erfolge erzielt“, sagt Yvonne Schneidewind-Demny vom Zentrum für Physio- und Ergotherapie in Sangerhausen. Ein Hund vermittle konstant Zuneigung und akzeptiere vorurteilsfrei. Es falle leicht, sein Vertrauen zu erwidern. Über das Vertrauen zum Hund werde auch das Vertrauen zum Therapeuten aufgebaut und gestärkt, somit seien Hunde als Brückenbauer und Wegbegleiter für den Einsatz im therapeutischen Geschehen besonders geeignet.

Brücke zu den Patienten

„Unsere Gesellschaft stellt viele Erwartungen an uns. Die Menschen fühlen sich immer in der Verantwortung, andere zu beeindrucken und perfekt zu sein. Unsere Emma stellt keine Erwartungen. Ihr gegenüber muss man nicht stark sein, viel lachen und alles richtig machen. Sie will nicht beeindruckt werden. Sie liebt die Originalität eines jeden Patienten,“ so die Ergotherapeutin.

Emma lebe im hier und jetzt und das verkörpere sie in der Therapie. Seit vergangenem Jahr ist die Hündin Teil des Teams. „Durch ihre Anwesenheit öffnet sie Emotionen bei den Patienten, weckt Erinnerungen und Gefühle. Sie spendet Körperkontakt und gibt den Patienten Zuwendung.“ Da auch sie ihre Ruhezeiten braucht, um Energie zu tanken, ist sie nicht immer in der Praxis anzutreffen.

Zertifizierte Praxis

Bereits seit zehn Jahren bietet Schneidewind-Demny diese Form der Therapie an. Die gebürtige Wallhäuserin hat 2005 die Praxis in der Friedrich-Engels-Straße 43 in Sangerhausen eröffnet. Zunächst hieß die Praxis „Zentrum für Ergotherapie“. Nachdem die gelernte Ergotherapeutin drei Jahre später eine Physiotherapie in die Praxis integrierte, erhielt sie den Namen Zentrum für Physio- und Ergotherapie.

Neben der Arbeit mit Hunden gibt es noch weitere spezielle Therapien. So ist die Praxis im Säuglings- und Kleinkindbereich zertifiziert für das Bobath-Konzept, einer bewegungstherapeutischen Behandlung für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen aufgrund neurologischer Funktionsstörungen. Im Bereich Kinderheilkunde arbeiten sie mit unterschiedlichsten Diagnosen, vom Säuglingsalter bis ins Jugendalter.

Außerdem ist die Praxis zertifiziert für Handtherapie und arbeitet mit neurologisch, psychisch erkrankten sowie geriatrischen Patienten, z.B. bei Demenzerkrankungen. „Alle Therapeuten werden stets fachlich gut ausgebildet“, versichert die Inhaberin. Und der Erfolg gibt ihr und ihren Mitarbeitern Recht. Das Zentrum für Physio- und Ergotherapie gibt es nun bereits seit 15 Jahren. „An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Patienten und Ärzten bedanken, die uns schon so lange vertrauen. Und natürlich danke ich auch meinen Mitarbeitern, die besonders in der Corona-Krise ihre selbstlose Einsatzbereitschaft gezeigt haben.“

Neben der Praxis in der Friedrich-Engels-Straße 43 in Sangerhausen leitet die Ergotherapeutin zusätzlich die Zweigstellen in Roßla und Allstedt. Die Therapien bieten sie für Kassen- und Privatpatienten an, auch Hausbesuche sind möglich. nenya
   

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