Halle/Saalekreis
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Die Vorteile der Spezialisten

PNEUS: Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat fordert: Sommerreifen im Sommer, Winterreifen im Winter

Wer jetzt einen Termin zum Reifenwechsel im Frühjahr vereinbart, vermeidet unnötige Wartezeiten. FOTO: PROMOTOR/T. VOLZ

12.05.2022
MS Reifenservice Martin Seiferth

Das Frühjahr ist die Zeit für den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen. Allerdings verzichten immer mehr Autofahrer auf den Reifenwechsel und setzen auf Ganzjahresreifen oder fahren mit ihren Winterreifen sogar das ganze Jahr durch. Woran viele aber nicht denken: Bei sommerlichen Temperaturen nutzen sich Winterreifen in kürzester Zeit ab. Hinzu kommt, je stärker der Abrieb, desto höher ist auch der Kraftstoffverbrauch.

Noch entscheidender jedoch ist der Faktor Sicherheit. Denn Winterreifen stellen im Sommer eine fast ebenso große Gefahr dar wie Sommerreifen im Winter. Deshalb: Wer im Sommer mit Sommerreifen fährt, ist sicherer unterwegs und spart bares Geld, so die Experten der den Kfz-Innungen.

Ich fahr’ auf Nummer Sicher

Sommerreifen im Sommer, Winterreifen im Winter ist daher die Empfehlung der „Initiative Reifenqualität – Ich fahr’ auf Nummer sicher!“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Sie will unter anderem verdeutlichen, dass Sommerreifen durch ihre spezielle Konstruktion in der warmen Jahreszeit handfeste Sicherheitsvorteile haben: Sie halten das Auto auch bei hohem Tempo perfekt in der Spur, ihr Bremsweg ist kurz, ihr Kurvengriff sicher. Das Sommerprofil ist optimal für trockene Straßen und nasse Fahrbahnen, so die Verkehrsexperten. Ein Fahrzeug mit Sommerreifen steht auf trockener Fahrbahn und einer Geschwindigkeit von 100 km/h immerhin fast zwanzig Meter früher als mit Winterreifen.

Auf die Profiltiefe der Reifen kommt es an

Auf regennasser Straße leitet das spezielle Profil Wasser schnell nach außen ab, so dass der Reifen auch bei Nässe gut haftet und die Gefahr von Aquaplaning erheblich vermindert. Dabei bremst das Fahrzeug umso schneller, je mehr Profil der Reifen aufweist. Die Kfz-Innungsbetriebe empfehlen daher bei Sommerreifen eine Sicherheitsprofiltiefe von drei Millimetern, auch wenn in Europa die gesetzliche Mindestprofiltiefe erst bei 1,6 Millimetern liegt.

Dabei macht vor allem die richtige Gummimischung den Unterschied aus. Sommerhitze und aufgeheizter Asphalt machen das Reifengummi geschmeidiger. Daher haben Sommerreifen einen geringeren Anteil an Naturkautschuk als Winterreifen und das Gummi ist härter, was gute Bodenhaftung, Stabilität und geringeren Abrieb gewährleistet. Der Winterreifen dagegen wird im Sommer Opfer seiner besonderen Konstruktion, warnen die Experten. Bei Kälte, Schnee und Eis funktionieren Winterreifen besser als Sommerreifen. Das liegt an ihrer weicheren Gummimischung und den vielen feinen Einschnitten in den Profilblöcken, den Lamellen. Beim Bremsen oder bei einem plötzlichen Ausweichmanöver auf griffigen Fahrbahnen ist jedoch ein besonders festes Profil gefragt. Und genau diesen Vorteil bringt der Sommerreifen mit.

Ganzjahresreifen haben sich im Übrigen in ihren Eigenschaften den Winterreifen angenähert. Mit Schneeflockensymbol erfüllen sie die Anforderungen, die auch an moderne Winterreifen gestellt werden. Aber je besser die Wintereigenschaften, desto schlechtere Leistungen bringt der Ganzjahresreifen im Sommer.

Anmelden erspart lange Wartezeiten

Wer also immer noch Winterreifen auf seinem Auto hat, sollte jetzt langsam in seinen Kfz-Meisterbetrieb fahren und Sommerreifen montieren lassen. Meist kann den Winter-Radsatz dort auch gleich gegen Gebühr bis zur nächsten Umrüstsaison eingelagert werden. Dabei empfiehlt es sich aber, möglichst frühzeitig einen Termin zu vereinbaren, denn erfahrungsgemäß ist der Andrang zur Wechselsaison groß. PROMOTOR